Wo ist er hin, der Dezember?
Verflogen.
Weggeschwommen im Regen.
Verweht vom Sturm.
Die Zeit rast noch immer.
Sie scheint erst jetzt langsamer zu werden.
Seit wie lange?
Wie lange ist die letzte Rast her?
Ich versuche sie auf mich zukommen zu lassen.
Wirklich zu rasten.
Nur einen Tag?
Nur einen Tag.
Bitte.
Das schlechte Gewissen frisst mich auf.
Kein Sport heute.
Zumindest nicht im Studio.
Es ist okay.
Ist es das?
Besser als Wochen pausieren zu müssen.
Das Knie hält nicht mehr lang.
Und ich habe Angst, doch nicht mehr lang um ein Neues herumzukommen.
Die Nachrichten der letzten Tage bewegen mich.
Dringen seit längerer Zeit einmal wieder zu mir durch.
Und finden ihren Raum.
"Endlich" gibt es neben dem "normalen" Kopfchaos Platz für weitere Gedanken.
Gibt es Raum für andere Inhalte.
So makaber es klingt.
Nicht immer nur
Essen - Nichtessen...
Sport - mehr Sport..,
Rasen - nur nie rasten...
Zu vielen Gefühlen.
Ich kann die eigenen enervierenden Gedanken nicht mehr aushalten.
So viele bekannte/ prominente Menschen sind in so kurzer Zeit/ in diesem Jahr verstorben.
Alicia Rhett,
Saul Zaentz,
Ariel Scharon,
Karlheinz Böhm,
Robin Williams,
Peter Scholl-Latour,
Joachim Fuchsberger,
Carol Ann Susi
Udo Jürgens,
Joe Cocker.
Um nur die Liste derer zu nennen, die ich aufgrund ihres Wirkens und ihrer "Werke" oder meines Bezuges dazu als für mich "wichtig" erachte.
Woran liegt es?
Ist es wirklich nur der Lauf der Zeit...
War es im letzten Jahr auch so?
Was war eigentlich im letzten Jahr?
Da sind manche Erinnerungen.
Bilder.
Manche schmerzhaften Blitze
Und viele Wolken, die vernebeln.
Ist das eigene Denken so eingeschränkt,
So festgefahren auf den eigenen kleinen Horizont?
Ist das ausreichend oder arm?
So egoistisch?
Und doch das Gefühl keinen Platz für NOCH MEHR zu haben...
Politik.
Pegida.
Krisen.
Ich kann es nicht mehr hören.
Und doch nicht Augen und Ohren davor verschließen.
Aber reden wir es nicht tot?
Man darf nicht schweigen.
Doch kann man so viel auch völlig zerreden.
Es könnte so einfach sein.
Kann es das?
Ich weiß es nicht.
Die Welt dreht sich stetig schneller.
Vor.
Zurück.
Steht doch so still.
Und man muss mitdrehen.
Keine Zeit zu rasten.
Stürzt man doch sonst ab...
Oder?
Und so schließt sich der Kreis wieder.
Der Kreis in den man nur rennt...
Darf man sich da eine Rast erlauben?
Wie?
Gerade durch das Schreiben.
Durch das Festhalten am Kaffeebecher.
Pläne fürs nächste Jahr.
So viele.
Aber schöne.
Erledigungen noch für dieses.
Eigentlich nicht so viele.
Oder?
Die Angst etwas
zu verpassen.
zu vergessen.
zu verbocken.
Die Angst zu versagen.
So viele Worte...
Die Luft ist raus.
Ein wenig mehr Luft.
Und doch strömen ihr so unendlich viele Worte nach.
In so kurzer Zeit.
Sie können nicht alle gesagt werden.
Die Anonymität ist wichtig.
Wo kann ich die wirren Gedanken sonst lassen.
Wie schaffe ich es so etwas zu sagen, was Substanz hat?
Schaffe ich es überhaupt?
Ich weiß es nicht...
Vielleicht ein etwas klarerer Post noch...
Ich versuche es.
Gerade geht es mir ganz okay.
Glaube ich.
Durchatmen.

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